· 

Zum Aufgeben ist es zu spät!

Fünf Dinge, die Pferde uns über das Leben lehren

 

Ein Sach- / Selbsthilfebuch von Timo Ameruoso

 

Das Verrät der Klappentext:

Vor Timo Ameruoso lag eine vielversprechende Karriere als professioneller Springreiter, bis ihn ein tragischer Unfall mit 16 Jahren in den Rollstuhl zwang. Was ihn rettete, war seine Liebe zu Pferden und der Wunsch, wieder reiten zu können. Timo begann, sich intensiv mit dem Wesen der Pferde zu beschäftigen, und entdeckte dabei viele Parallelen zwischen ihnen und uns Menschen. Fünf zentrale Eigenschaften hat er herausgefiltert, die ihm bei der Arbeit mit Pferden und im Leben als Ganzes weitergeholfen haben. In diesem Buch erzählt er anhand seiner eigenen Geschichte, wie es gelingen kann, trotz schwerster Schicksalsschläge seinen Weg zu gehen, um langfristig erfolgreich und glücklich zu werden – und zu bleiben.

 

Das Buch und meine Meinung:

Ich war mehr als acht Jahre lang eine fleissige Reiterin, einmal in der Woche im Sattel war Pflicht! Bis zu einem Zwischenfall, der in mir Angst vor den grossen Vierbeinern auslöste. Dennoch interessieren mich die wunderbaren Tiere und besonders ihre Psychologie! Ich habe vor längerer Zeit einen Kurs betrefflich dieses Themas gemacht (Hier kannst Du den Kurs finden!) Aber nicht nur deswegen hat mich Timo Ameruosos Buch angesprochen; der Satz, welcher mich packte, war:

 

Das Pferd spiegelt uns sehr genau widr, wer wir sind - und zeigt uns damit auch, wer wir sein könnten.

 

Ich bin oft nicht zufrieden mit mir, mit dem was ich mache, was ich in der Vergangenheit machte, bin mein grösster Kritiker und zweifle fortan an mir. Und das will ich nicht mehr, ich will einen klaren Kopf. Grenzen gibt es nälich nur dort, schreibt Timo. Kann mir dieser Mann mit einem Buch, welches vermeintlich für Pferdebesitzer konzipiert ist, helfen?

 

Ja! Denn "das Buch richtet sich nicht (nur) an Menschen, die mit Pferden arbeiten – ganz im Gegenteil! In diesem Buch berichtet Timo Ameruoso über sein tiefes Tal der Depression. Hektischer Aktionismus, Ratlosigkeit, Lebensüberdruss. Rückschläge – und Irrwege."

So das Zitat der Webseite, wo man das Buch übrigens auch kaufen kann. (Hier geht's zur besagten Seite!)

 

Timos Geschichte ist hart. Mit 16 erleidet er einen schrecklichen Unfall und ist von da an querschnittsgelähmt. Auch in den folgenden Jahren erleidet er diverse Zwischenfälle - und dennoch, dieser Mann ist unglaublich! Trotz Rollstuhl ist er dank seinem Erfindungsreichtum weitgehend selbstständig - was ich SEHR bewundere - und trotz aller Schicksalsschläge hat er nicht aufgegeben. Im Gegenteil, er verfolgt seine Leidenschaft; die Pferde. Und sein Ziel, so vielen Pferden wie möglich zu helfen und so vielen Menschen wie möglich den korrekten Umgang mit den wunderschönen Tieren zu zeigen bzw. sie dazu zu inspirieren, berührt mich tief.

 

Das Buch hat mir vielleicht nicht die Antwort gegeben, wie ich die Welt weniger schwarz sehen und mit meinen Fehlern positiv umgehen kann, aber es hat mich unheimlich inspiriert und ich habe zahlreiche Eselsohren ins Buch geknickt, um mir anregende Textstellen zu markieren. Eine derartige Leidensgeschichte wie die von Timo ist Nichts im Vergleich was ich durchmachte - klar, jeder hat sein Päckchen Leid auf den Schultern und diese sind wohl kaum vergleichlich - aber er hat weitergemacht und seine Leidenschaft zu seinem Beruf gemacht. Ich bewundere dies sehr und wünsche dem sogenannten Pferdemediator nur das Beste für die Zukunft!

 

Und für jeden, der sich für das Buch interessiert, sich nach dieser Rezi angesprochen fühlt: Lest es! Es ist wirklich eine beeindruckende Geschichte. Abschliessen möchte ich mit einem tollen Zitat aus dem Buch, welches ich als eine Art Leitsatz für mein Leben mitnehme:

 

"Man muss das Schreckliche hinter sich lassen.

Eine Katastrophe ist in dem Moment schlimm, in der se passiert. Danach wird sie zu einer Erinnerung, der man nicht die Herrschaft über sein Leben überlassen sollte."

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0