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Summer Girls

Darum geht's:

Die Profilerin Lot van Dijk wird aus Amsterdam in eine verschlafene Gemeinde auf dem Land versetzt. Die männlichen Kollegen nehmen die junge Frau nicht ernst, und abgesehen von ausgebrochenen Pferden gibt es für die Polizei nur selten etwas zu tun. Doch dann wird in einer Waldhütte nach einem Sturm eine Leiche gefunden. Lot sieht ihre Chance, sich zu behaupten, und erstellt ein Täterprofil. Es weist eindeutig auf einen Serienkiller hin, aber sie wird nur müde belächelt. Bis im Wald ein zweites ermordetes Mädchen gefunden wird. Denn nun liegt es an Lot, den Mörder aufzuhalten, bevor er sein nächstes Opfer findet …

 

Der Täter hat ihr die Nägel lackiert, sie hübsch gemacht, denkt Lot. Als wäre sie seine Freundin. Dieses Wort geistert ihr immer wieder durch den Kopf. Seine Freundin. Das zusammen mit den Zeichnungen, gewöhnlich, aber auf gewisse Weise romantisch.

 

Die Geschichte:

Lot ist sich andere Fälle gewohnt, eine andere Vorgehensweise und eigentlich vermisst sie ihre alte Arbeitsstelle. Und doch weiss sie, dass es besser ist, Abstand zu ihrer grossen Liebe zu gewinnen. Ausserdem schätzt sie die Ruhe auf dem Land und versteht sich wunderbar mit ihrer Vermieterin, einer älteren Frau, welche sie liebevoll bemuttert. Auch wenn bei der Arbeit viele der Kollegen ihr Handwerk nicht verstehen, beisst sich Lot durch. Zusammen mit ihrem Partner und auch bald der gesamten Behörde kommt sie auf die Schliche eines Mörders. Doch sie scheinen einfach ein kleines Detail zu übersehen.. Und nun scheint er schon das dritte Mal zugeschlagen zu haben.

 

„Du hast jemanden verdient, der ab und zu etwas von sich hören lässt.

Der da für dich ist.

Du lebst jetzt, liebes Mädchen.

Plötzlich ist alles vorbei, weisst du, und dann sitzt du da, so wie ich.“

 

Mein Fazit:

 Jobien Berkouwer ist ebenfalls Profilerin, wie Lot. Ich frage mich, wie viel von ihr in der Hauptprotagonistin steckt! Die Geschichte ist lebendig geschrieben, man erlebt sie aus der Sicht von Lot und des Mörders. Seine psychische Gestörtheit dreht einem beim Lesen teilweise den Magen, man schüttelt sich, wundert sich über die abstrusen Gedanken. Und doch ist es bis auf die letzten Seiten unmöglich ihn zu identifizieren. Das Buch ist unheimlich fesselnd, ich wollte nicht, dass es endet. Und doch kommt da dieser grausame Moment, die Geschichte ist zu Ende. Aber ich kann die Lektüre von ganzem Herzen weiter empfehlen - an restlos alle Bücherliebhaber da draussen!

 

„Sie hing da so friedlich. Ich fand es fast inspirierend, verstehen Sie?

Der Tod kann einem so viel Frieden schenken. Das scheint mir etwas so Schönes, Frieden.“

 


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