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Winterglück

Ein Roman von Debbie Macomber.

Klappentext:

Nach einem schweren Schicksalsschlag beschließt Jo Marie Rose, noch einmal neu zu beginnen um endlich ihren Frieden zu finden. Sie zieht in das beschauliche Küstenörtchen Cedar Cove und eröffnet ein gemütliches kleines Bed&Breakfast – das Rose Harbor Inn. Bald schon kann sie ihre ersten Gäste begrüßen, die beide aus Cedar Cove stammen – Abby Kincaid und Joshua Weaver. Dass beide nicht ganz freiwillig in ihre Heimatstadt zurückkehrten, merkt Jo Marie sehr schnell. Ein turbulentes Wochenende steht ihnen bevor, doch am Ende schöpfen alle drei neue Hoffnung für die Zukunft …

 

Die geschichte & meine Meinung:

Ich war anfangs skeptisch, dieses Buch zu lesen. Beinahe sah ich schon den Kitsch zwischen den Seiten herausquellen. Dickflüssig wie Honig, übersüsst wie Zuckerwatte. Doch was passt besser zu dieser Jahreszeit als ein Buch mit dem Titel: Winterglück?

 

Das Buch triefte wider Erwarten nicht von Kitsch und Klischees. Zumindest lange nicht. Jo Marie erfüllt sich keinen langersehnten Wunsch mit ihrem Bed and Breakfast, sondern ergreift damit eine Möglichkeit, die sich ihr bietet, um sich vom Tod ihres Mannes abzulenken. Ihre ersten beiden Gäste - Abby und Josh - bringen beide Probleme mit nach Cedar Cove.

 

Jahrelang hatte er seine Gefühle ignoriert und verdrängt, statt sich ihnen zu stellen. Jetzt schienen sie ihm ins Gesicht zu springen, und er tat das, was am bequesten war.

Er gab vor, überhaupt nichts zu empfinden.

 

Abby kehrt nach Jahren für die Hochzeit ihres Bruders ins Küstenörtchen zurück. Dieses Vorhaben fällt ihr unheilich schwer, denn sie soll Schuld am Tod ihrer besten Freundin Angela sein.

Auch Josh ist mit dem Tod konfrontiert: Sein Stiefvater, der ihn jahrelang psychisch gequält und kurz nach dem Tod seiner Mutter aus dem Haus geworfen hat, liegt im Sterben. Er ist nur aus Pflichtgefühl hier und kann seine Abreise kaum erwarten, denn der alte Mann hat trotz zunehmender Schwäche nichts an Bosheit eingebüsst.

 

"Ich habe lange nicht bemerkt, wie nah Liebe und Hass manchmal beieinanderliegen."

 

Und dann setzte der Kitsch ein. Abby trifft ihre High School-Liebe wieder, Josh verliebt sich in seine frühere Nachbarin und Jo Marie adoptiert auf schicksalshafte Weise einen kleinen Hund. Für Realistinnen und Realisten ist das letzte Drittel dieser Lektüre zäh. Aber die Botschaft, welche Debie Macomber vermittelt, kommt an: Glück ist Hoffnung, die sich endlich erfüllt.

Hoffnung auf Linderung der Trauer, Vergebung durch die Eltern der Verstorbenen und ein Erbstück zur Erinnerung an die geliebte Mutter.

 

Jeder von uns schleppte itrgendeine Bürde mit sich herum, der eine eine grössere, der andere eine kleinere, und manch einer gewöhnte sich so sehr daran, dass es ihm gar nicht mehr als Besonderheit auffiel.

 


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Kommentare: 5
  • #1

    Wonderful Fifty (Freitag, 25 Januar 2019 17:01)

    Bei uns liegt der Schnee vor der Tür und die Minusgrade herrschen zurzeit vor – da kommst du mit diesem wunderbaren Buchtitel „Winterglück“ um die Ecke. Einfach perfekt, da wird dann der Ofen eingeheizt und ein köstlicher Tee aufgebrüht, die Schokolade bereitgelegt und ein heimeliger Winterabend mit Lesevergnügen pur kann beginnen. Die Geschichte hört sich für mich sehr ansprechend an und ich freue mich schon von den Schicksalen der einzelnen zu lesen. Dass auch etwas Kitsch gegen Ende des Buches vorkommt, stört mich hier keineswegs - sofern sie nicht zu platt rübergebracht wird -, denn gerade in diese kuschelige Jahreszeit passt doch auch etwas Kitsch. Danke für die Vorstellung des Buches und deine Meinung dazu.
    Hab ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

  • #2

    Nessa (Sonntag, 27 Januar 2019 16:55)

    Ich finde, wenn es draußen so richtig grau ist, der Regen gegen das Fenster prasselt und man so richtig fest in die Kuscheldecke eingemummelt auf dem Sofa liegt... dann darf es auch mal ein bisschen kitschig werden *lach*
    Nicht zu viel (neulich habe ich "ein Laden voller Hyggeglück" gelesen, und das war selbst für mich zu seicht und beliebig), aber so eine Priese, wie in "Winterglück", das klingt genau richtig.
    Danke für die Vorstellung :)
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

  • #3

    S.Mirli (Montag, 28 Januar 2019 11:50)

    Liebe Janine, also gerade in dieser Jahreszeit kann ein Buch gerne etwas kitschig und schmalzig sein, weil wenn es draußen so garstig kalt ist, dann tut ein bisschen extra Wärme von innen heraus richtig gut und ich mag solche Geschichten. Die müssen sogar fast etwas unrealistisch anmuten, irgendwie so kleine moderne Märchen. Das Buch ist aber sowas von fix in meinem Einkaufskorb gelandet, vielen Dank für den tollen Tipp, auf dich ist einfach wirklich immer Verlass. Ich wünsche dir eine ganz zauberhafte neue Woche und schicke dir ganz ganz liebe Grüße, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

  • #4

    Simone (Mittwoch, 30 Januar 2019 13:33)

    Deine Buchvorstellung erweckt bei mir gerade wieder die Lust zum lesen! Die verzwickte Geschichte tönt sehr spannend und auch ziemlich Realitätsnah. Dein Tip werde ich auf jedenfall bei mir speichern. Liebste Grüsse

    xx Simone
    http://littleglitterybox.com

  • #5

    Christine (Donnerstag, 31 Januar 2019 07:01)

    Ich lese ja nicht oft Bücher aus diesem Genre und war dann auch gleich gedanklich bei "Oh, das wird sicher kitschig. Allein schon der Titel..." ;) Schön, dass es dann doch nicht so "getrieft" hat. Und wenn wir mal ehrlich sind: wenn man mit Charakteren mitgeleidet hat, freut man sich ja doch wenn es gegen Ende gut für sie ausgeht. ;)

    Wie immer ein großes Dankeschön für deine lieben Worte zu meinem letzten Text!
    Es ist halt wirklich schade, wenn ein paar Anfragen durchaus in Frage kommen würden und es dann am drum herum scheitert. So ein kleines Einkommen nebenbei ist ja als Selbstständige auch immer willkommen...
    Aber auf den ganzen Mist mit der nicht-Kennzeichnung etc habe ich einfach so gar keine Lust...

    https://www.blog.christinepolz.com