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Der verbotene Liebesbrief

Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen.

Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann ...

 

Und wie genau treibt man ein Gespenst aus der Vergangenheit aus?

Indem man sich seiner gegenwart stellt und ihm tief in die Augen sieht. Wollte sie sich jeals aus der Macht befreien, die er pber sie hatte, musste sie das Fantasiegebäude zerstören, das sie im Lauf der Jahre errichtet hatte.

 

Die Geschichte:

Zug-Lektüre auf der Fahrt nach St. Moritz
Zug-Lektüre auf der Fahrt nach St. Moritz

Der Klappentext macht keinerlei Andeutungen, wie verstrickt die ganze Story rund um Sir James Harrison ist!

 

Die Geschichte beginnt in England, die aufstrebende Journalistin Joanna Haslam träumt von einer Karriere, genauso wie ihr Vorgesetzter Alec sie darlegte, bisher fehlt ihr allerdings ein Bericht, der skandalös genug ist, um ihr zum Durchbruch zu verhelfen. Doch das soll sich mit dem Besuch der Trauerfeier des verstorbenen Sir James Harrison ändern. Dort begegnet sie einer alten, scheinbar sehr kranken und verstörten Frau. Unerwartet erhält Joanna Tage darauf einen Brief dieser Frau. Um sich von der Trennung von ihrem Freund abzulenken, und weil sie eine Story wittert, beginnt die junge Journalistin zu recherchieren. Leider jedoch scheinen alle Wege als Sackgasse zu enden, denn die alte Frau ist spurlos verschwunden.

 

"Das Problem mit uns Menschen ist, dass wir Angst vor jeder Veränderung haben und sie deswegen scheuen wie die Pest. Das ist der Grund, weshalb so viele Paare zusammenbleiben, obwohl sie todunglücklich sind und es ihnen viel besser ginge, wenn sie sich trennen würden. Davon bin ich überzeugt."

 

Autorin Lucinda Riley versteht es, den Leser auf Irrfährten zu führen. In Irland geboren, scheint sie noch immer sehr verbunden mit den Orten ihren Kindheit zu sein, die Ermittlungen betreffend dem Brief der alten Dame aus England führt Joanna nämlich in das nordische Land. Wie gefährlich ihre Reise ist und welch schockierendes Ende sie nehmen wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und auch nicht, dass sie wiederum ein angebliches Beweisstück fand, welches jedoch gar nichts aussagt, weiss sie nicht - und erst recht nicht, was sie zurück in England erwartet. Die Ereignisse überschlagen sich und man scheint für einen Moment den Faden zu verlieren...

 

"Ich möchte so gern glauben, dass meine Empfindungen echt sind. Er ist der Mann, den ich jahrelang wollte, und jetzt, nachdem ich ihn habe.. fange ich an, an ihm herumzumäkeln."

"Das finde ich absolut verständlich. Niemand kann so vollkommen sein, wie der imaginäre Traumprinz."

Mein Fazit:

Während der Lektüre fragt man sich immer wieder, ob wirklich so viele Menschen für eine Geschiche mit diesem Hintergrund sterben mussten. Allerdings kann man das ganze Ausmass der Story erst am Ende des Buches begreifen. Auch die vielen Verstrickungen und all die Irrwege, auf welche man eingeladen wird, verwirren teilweise ganz ordentlich. Dennoch war dies ein Buch, welches mich sprachlos machte. Es fesselte mich unsagbar und ich bin, obwohl das Ganze für meinen Geschmack ein wenig zu verstrickt war, absolut begeistert!

 

Journalistin Joanna und die Enkelin von Sir James Harrison, Zoe Harrison, sind mir unheimlich ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefühlt, als sie Freunde, Familie und ihre Geliebten verloren und wiedergewannen. Auch wäre ich niemals von selbst auf diese Auflösung gekommen, welche am Schluss als absolut logisch und glaubwürdig serviert wird. Dies liegt aber auch daran, dass man die Geschichte stets in kleinen Häppchen serviert bekommt und durch die Schilderung aus Sicht der verschiedenen Protagonisten auch ein wenig verwirrt wird.

 

Ich habe dieses Buch auf der vierstündigen Zugfahrt in die wohlverdienten Ferien im Engadin gelesen und ich muss sagen, die Zeit ist verflogen! Also wirklich ein Must-Read und ich empfehle es allen, die eine anspruchsvolle (Kriminal-) Lektüre suchen. Zu meiner kleinen Auszeit in den Bergen kannst Du hier mehr lesen; komm mit mir nach St. Moritz, Top of the World und geniesse Schnee, Sonnenstrahlen und die festliche Stimmung im berühmten Bergcafé el Paradiso!

"Sie verstehen jetzt die absolute Dringlichkeit, diesen Brief in unseren Besitz zu bringen. Leider hat es den Anschein, als wolle Sir James noch aus dem Grab heraus mit uns spielen. Der Brief, den Sie uns gebracht haben, war nur ein Köder. Ihre Aufgabe ist es, den richtigen Brief zu finden und uns zu übergeben."


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