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Bilder sagen mehr als tausend Worte

Die Protagonisten eines Buches entscheiden darüber, ob ich besagte Lektüre mag oder nicht. Sind sie unsympathisch oder gar eklig - wie in *diesem* Fall - kann ich die Geschichte nicht lesen. Oder ich nehme die Personen nicht ernst. Ein richtig gutes Buch hat, zumindest meiner Meinung zufolge, eine (Haupt)Protagonistin, in welche ich mich einfühlen kann oder die mich inspiriert.

Und ja, ich schreibe absichtlich über die weiblichen Darsteller. Als Frau kann ich mich nicht mit männlichen Protagonisten identifizieren. Wenn die Geschichte sich also um einen Mann dreht oder aus seiner Sicht geschildert wird, suche ich mir in der Geschichte eine Frau, die mir als eine Art Vorbild dient. Sie wird dann zu meiner heimlichen Hauptprotagonistin. So wie *in diesem Beispiel*, dem Buch "Eisige Glut" von Sandra Brown.

Die Geschichte dreht sich um den Journalisten Dawson Scott. Im Verlauf des Buches trifft er Amelia Nolan, eine Frau, die als attraktiv, bildhübsch, mit starkem Charakter und sich für ihre Kinder aufopfernd beschrieben wird - sie ist dann zu meinem Vorbild geworden. Und meiner heimlichen Hauptprotagonistin.

 

Identifikation

Online gibt es tausende Seiten, die Autoren Tipps geben, wie man tolle Protagonisten erschafft, mit welchen sich der Leser - oder auch Zuschauer - identifizieren kann. Doch im Gegenteil zu vorherigen Ergebnissen, ist die moderne Forschung davon überzeugt, dass es nicht notwendig ist, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren, um ein Buch oder einen Film als gut zu empfinden. Vielmehr zählt es, dass der Betrachter der Geschichte eine Beziehung zur Figur aufbauen kann.

Ich denke, dass das Wort Beziehung dann auch mein Verhältnis zu den Frauen in Geschichten aus männlicher Perspektive beschreibt. Es ist ein normal menschlicher Vorgang, dass man sich in andere Personen einfühlt. Schon kleine Kinder identifizieren sich mit gleichgeschlechtlichen Erwachsenen, zumeist den Eltern.

Meine Mutter, Der Elefant

Eltern ist das richtige Stichwort. Meine Mutter ist eine unheimlich starke Frau. Weshalb ich so empfinde, lasse ich an dieser Stelle aus. Die Geschichte wäre zu lange und zu privat. Doch sie war und ist mein Vorbild und ich sagte erst vor kurzem zu ihr: Wenn ich nur eine halb so starke Frau und nur zu einem Viertel eine so gute Mutter wie Du werden, bin ich dankbar. Und wenn immer jemand sagt, sie / er habe die beste Mum der Welt, bin ich verführt, zu widersprechen. Was sie schon alles für mich getan hat, ist unglaublich. Unsere Beziehung mag einigen als zu eng erscheinen und mit plumpen Tipps wie: Man muss die Kinder loslassen / selbstständig werden lassen. kommentiert. Doch ich denke, unsere Geschichte hat uns eng zusammengeschweisst und ich würde dies auch niemals missen wollen.

Meine Mum erinnert mich stark an Lindsey. Die Hauptprotagonistin aus Chevy Stevens Roman "Ich beobachte Dich". In diesem Buch war Lindsey mein Vorbild. Wie passend!

Ich, der.. die..  Wer oder was will ich sein??

Sei immer Du selbst. Was heisst das eigentlich? Ich weiss nicht wer ich bin. Ich habe meine Eigenheiten, meine Wertvorstellungen, meine Charakterzüge. Machen diese aus, wer ich bin? Oder bin ich eine Art Wandtafel, die immer wieder gestaltet werden kann, dann ausradiert und neu bemalt?

Fest steht, ich bin ein Schussel. Ich bin tollpatschig und ein Magnet für peinliche Situationen. Eine davon: mein Magen knurrt immer. Wirklich immer dann, wenn es mucksmäuschenstill in einem Raum ist. Auch ohne Hunger! - an alle, die dies dann immer so besorgt fragen.

Genauso wie ich ein Schussel bin, mache ich überall eine Unordnung. Sei es gewollt oder nicht. Das Genie lebt im Chaos ist meine Ausrede, doch meistens finde ich nichts mehr. Wenn alles kreuz und quer liegt, bin ich kein Genie, sondern hoffnungslos verloren und je älter ich werde, desto mehr liebe ich Ordnung - eben, ich bin eine Wandtafel, die sich immer wieder neu gestaltet!

 

Ich bin auch eine Träumerin, liebe das Schaukeln und würde mich damit am liebsten in die Wolken katapultieren. Denn als Kind schaute ich immer aus dem Flugzeug und dachte, das wäre das wunderschöne Meer. Was meinen Dad immer irritierte und zur Belehrung: Das sind Wolken! reizte. Für mich sind sie das Meer der Träume. Punkt.

 

Wer bin ich? ist für mich also eine unbeantwortbare Frage. Ich bin die, die ich gerade bin. Tauche in die Welt einer Buchheldin ein, bin für einen Tag um Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt und lebe in London. So, wie Animant Crumb, die im Roman von Lin Rina, die den Ansprüchen an die junge Frau anno dazumals den Kampf ansagt und sich lieber mit Büchern beschäftigt, anstatt der Suche nach dem passenden Ehemann. Oder wünsche mir, so abenteuerlustig und lebensfreudig zu sein wie Billie, das Papiermädchen aus Guillaume Mussos Roman.

 


Wer bist Du??

Wie Du meinem Artikel entnommen hast, ist Identifikation für mich ein spannendes und relevantes Thema. Ich vergleiche die Identitätssuche meiner Selbst mit einer Wandtafel, die modifizierbar ist. Leinwände sind das nicht zwingend. Einmal bemalt, haben sie ihre Identität / ihr Aussehen bekommen. Und dieser Kontrast hat mich zu diesem Beitrag inspiriert.

Die wunderschönen Bilder habe ich von Posterlounge bekommen. Eine Koorperation, die mich riesig freute, da ich schon lange unsere Wohnung verschönern möchte. Das Elefanten-Bild habe ich für meine Mum ausgesucht. Eigentlich als Weihnachtsgeschenk. Nun ist es ein pre-Advent-Präsent - zur Einstimmung auf die Festtage.

Posterlounge hat die Bilder unheimlich gut verpackt geschickt - was für ein Kampf, bis ich diese Folie entfernt hatte! - und dies zurecht: die Bilder sind qualitativ sehr hochwertig. Was mich riesig freut, da ich dies für den erschwinglichen Preis nicht erwartete.

 

Posterlounge ist ein Online-Shop für Wandbilder. Du kannst wählen zwischen Postern, Leinwandbildern, Ausmalpostern und vielen mehr - was eben Dein Herz (oder Deine Wand) begehrt!

 

Doch was ist Werbung, ohne dass etwas für Dich als Leser dafür rausspringt?

 

In Zusammenarbeit mit Posterlounge verlose ich als kleines Weihnachtsgeschenk an meine lieben Leser/innen einen 75-Euro-Gutschein. Diesen kannst Du bist zum 30. Juni des nächsten Jahres auf Deinen Einkauf einlösen -Wahl der Produkte aus dem gesamten Sortiment!

Alles, was Du tun musst, um den Gutschein zu gewinnen, ist, mich wissen zu lassen, wie Du die Frage nach Deiner Identität, also wer Du bist, beantworten würdest. Das ist, wie ich bemerkt habe, nämlich gar nicht so einfach!

Ich bin gespannt auf Deine Antwort und wünsche viel Glück!

 

Das Gewinnspiel läuft bis zum 9. Dezember 2018!

Der Gewinner wird per Zufall ausgelost.


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Kommentare: 8
  • #1

    Wonderful Fifty (Sonntag, 25 November 2018 16:09)

    Liebe Janine, für mich ist es beim Lesen wichtig, dass ich Zugang zu den Protagonisten finde - vielleicht nicht direkt identifizieren, aber doch mitfühlen, sich in die Figuren hineinfühlen oder wie du so schon geschrieben hast, ein Verhältnis zur Figur aufbauen. Wenn ich mit den Charakterzügen der Hauptfiguren nicht zurechtkomme, dann wird mir schon mal das gesamte Buch verleidet.
    Deine Frage nach der Identität ist für mich sehr komplex – wir Menschen entwickeln uns von der Geburt an, wir verändern uns, lernen durch Erfahrungen und Erkenntnisse. Manche Eigenschaften und Einstellungen bleiben für immer, manche verändern sich und es kommen auch neue dazu.
    Ich würde das vielleicht mit einer Pflanze vergleichen – mit einem kleinen Samenkorn beginnt es, dann entwickeln wir Fähigkeiten und wir bilden Blätter aus, manches lassen wir aber auch hinter uns und dies fällt in Form von verwelkten Blättern von uns ab, dafür kommen wieder neue frische Blätter dazu. So verändert sich auch die Form der Pflanze durch die neuen Blätter und durch das Wegfallen der Blätter und eigentlich sind wir bis zum Lebensende in einem Entwicklungsprozess.
    Hab einen ganz wunderbaren Abend und alles Liebe Gesa
    https://www.wonderfulfifty.at

  • #2

    S.Mirli (Montag, 26 November 2018 11:24)

    Liebe Janine, ich kann dich so absolut verstehen. Die Bücher, bei denen ich mich so richtig mit der Hauptprotagonistin identifizieren kann, werden meist zu Lieblingsbüchern, die ich immer wieder lesen werde. Es ist oft schon fast unheimlich, wenn ein Autor einen Charakter erschafft, in dem man sich selbst so sehr wiederfindet. Gerade Schriftsteller, die besonders Augenmerk auf einen spannenden Charakter der Protas legen, liebe ich. Ich habe mir ehrlich noch nie Gedanken gemacht, wie es ist, wenn die Hauptperson ein Mann ist und bei genauerem Überlegen, habe ich glaube ich tatsächlich auch noch nie ein Buch aus reiner Männersicht gelesen, das sagt wohl schon so einiges. Und ja, die Frage "wer bist du" fällt mir zu beantworten wohl genauso schwer. Ehrlich gesagt hat es im Laufe meines Lebens schon so einige Versionen von "mir" gegeben, man entwickelt sich nunmal immer weiter, aber eines hat sich bisher nie geändert, ich bin wie du ein kleines Träumerlein und das liebe eigentlich sogar an mir, ich seh die Welt immer ein bisschen anders als der Rest der Menschheit und die besten Gespräche führe ich mit mir selbst in Gedanken ;-) Ein ganz ganz wundervoller Beitrag liebe Janine, ich schick dir eine ganz liebe Umarmung, alles alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

  • #3

    Nessa (Montag, 26 November 2018 17:24)

    Wer bin ich? Was macht mich zu mir?
    Das sind wirklich interessante Fragen, die ich aus dem Stand heraus nicht beantworten kann. Ich glaube, Menschen sind ein bisschen wie Holz, das in Form geschnitzt wird - wir bleiben immer aus dem selben Holz bestehen (haben also Grundsätze und Prinzipien, an denen wir uns festhalten) aber verändern uns trotzdem immerzu. Und je nachdem, wer gerade an uns herum schnitzt (von wem wir lernen, mit wem wir uns umgeben...) bekommen wir die ein oder andere Form, vertiefen Linien oder entfernen ganze Teile. Und wenn wir zu lange in der Sonne stehen, blassen wir aus *lach*
    Das Bild mit den Elefanten ist wirklich super süß! Ich habe auch so eine Elefanten-Mama und auch, wenn sie manchmal ein bisschen anstrengend sein kann, ist sie mein großes Vorbild. Das ich froh wäre, eine nur halb so gute Mutter zu sein wie sie, habe ich ihr auch schon häufig gesagt :)
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

  • #4

    Mary Maria (Dienstag, 27 November 2018 15:01)

    Great! Have a nice day!

    <a href="https://marymariastyle.blogspot.com" >❤ Mary María Style ❤</a>

  • #5

    Diary Words (Mittwoch, 28 November 2018 13:02)

    Liebe Janine

    Für mich ist das eine sehr schwierige Frage. "Wer bin ich heute", denke ich passt besser. Denn gestern waren wir alles noch Kinder, die Freude hatten, wenn sie mit Freunden basteln oder spielen durften. Heute bin ich eine junge Erwachsene, welche erwartungsvoll ihrer Zukunft entgegenblickt. Morgen bin ich vielleicht eine Erwachsene mit Mann und Kindern. Wer weiss das schon?! Es ist doch ein Privileg, welches wir haben, sein zu können wer wir wollen.

  • #6

    Rena (Mittwoch, 28 November 2018 17:31)

    Da bin ich ganz bei Dir und ich finde es klasse, dass Du Dir sogar eigenständig Deine eigene, weibliche Protagonistin suchst! Generell bevorzuge ich Bücher mit weiblichen Protagonistinnen und von dem her verstehe ich sehr gut, was Du meinst. Was ich wunderbar finde, ist Deine Beziehung zu Deiner Mutter, nur finde ich, Du Du bist mit Dir selber ein bisschen streng ...
    Die Poster sind schön!
    xx Rena
    <a href="https://www.dressedwithsoul.com/">www.dressedwithsoul.com</a>

  • #7

    Rena (Sonntag, 02 Dezember 2018 18:21)

    Habe eine wunderschöne erste Advents-Woche! xx Rena

  • #8

    Barbara (Freitag, 07 Dezember 2018 22:37)

    dasist wirklich schwer zu beantworten, da man leider selten wirklich sein ICH sein kann - es wird ja schon in jeder Situation erwartetm was gemacht und gesagt, sogar gedacht werden soll. Und immer wenn man beginnt zu überlegen, ob das auch alles so richtig ist, verlässt man sein ich schon. Ich bon ich dann, wenn ich mich wohl fühle und einfach den Moment gebießen kann!